Burg Bentheim

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Elrik Corne­lius Magnus

1405 — unbe­kannt
Alche­mist, Heiler und Adept des Nicolas Flamel
Es war einmal ein Mann namens Elrik Corne­lius Magnus, geboren im Jahre 1405 zu Nord­hausen im Harz, in einer Zeit, da sich das Wissen der Alten mit den Geheim­nissen einer neuen Welt zu mischen begann. Schon früh zeigte sich seine unge­wöhn­liche Bega­bung für Natur­kunde und die geheimen Wissen­schaften.

Während eines Aufent­halts in Paris, um das Jahr 1417, soll Elrik dem legen­dären Nicolas Flamel begegnet sein. Der Gelehrte erkannte in ihm einen wachen Geist und nahm ihn, so heißt es, als letzten Adepten auf. Flamel weihte ihn in die mysti­schen Lehren der Alchemie und die Suche nach dem lapis philo­so­phorum, dem Stein der Weisen, ein. Als Flamel im Jahre 1418 verstarb – oder spurlos verschwand, wie manche munkeln –, setzte Magnus dessen Studien in stiller Treue fort.

In den folgenden Jahr­zehnten soll er mit dem geheim­nis­vollen Basil Valen­tine, einem Bene­dik­ti­ner­mönch und Alche­misten aus Erfurt, in Verbin­dung gestanden haben. Zeit­ge­nös­si­sche Quellen berichten gar, Elrik habe bei der Abfas­sung von Valen­tines Werk „Zwölf Schlüssel“ mitge­wirkt – einer der einfluss­reichsten Schriften der frühen Alchemie.

Um 1440 führte ihn sein Weg an den Nieder­rhein, wo er in Bad Bentheim Aufnahme fand. Dort trat er in den Dienst des Grafen Everwin I. von Bentheim und Stein­furt, der ihn beauf­tragte, ein Univer­sal­heil­mittel zu finden – ein Elixier, das alle Leiden lindern und viel­leicht gar die Jugend zurück­bringen könne.

Elrik wandte sich der Kunst der Destil­la­tion zu, die er aus den Schriften von Taddeo Alde­rotti und Johannes de Rupe­scissa kannte. Nacht um Nacht mischte er Wein­geist mit Kräu­tern, Mine­ra­lien und geheimen Essenzen. Schließ­lich gewann er ein reines, klares Destillat, das er ehrfurchts­voll „aqua vitae“, das Wasser des Lebens, nannte. Dieses Elixier, so glaubte er, könne den Körper reinigen, die Lebens­geister stärken und das Leben verlän­gern.

Ob das Elixier wirk­lich diese Wirkung hatte, ist nicht über­lie­fert. Doch manche Chro­niken berichten von „einem fremden Weisen“, der den Alten und Kranken einen funkelnden Trank in silbernen Gefäßen darreichte – ein Trunk, der Wärme schenkte und die Sinne klärte. Danach verliert sich seine Spur, und sein weiteres Schicksal liegt im Dunkel der Geschichte.

Von jener alten Legende beseelt, erschufen wir unsere eigene geheim­nis­volle Tinktur. Ein klares Destillat, das zu nebu­lösen Gesprä­chen verleiten kann.