Burg Bentheim

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Taro Brecht

1428 — 1473
Gärtner und Hüter der grünen Weis­heit
Es war einmal, vor vielen Jahr­hun­derten, ein Knabe namens Taro Brecht, geboren im Jahre 1428 zu Bad Bentheim. Schon als Kind liebte er es, in der Erde zu graben, Wurzeln zu betrachten und den Duft der Kräuter einzu­atmen.

Mit zwölf Jahren trat dieser Knabe in die Lehre bei Konrad Ott, dem ehrwür­digen Hofgärtner des Grafen Everwin I. von Bentheim und Stein­furt. Unter seiner Obhut lernte er, den Boden zu lesen wie ein Buch, die Saat zur rechten Zeit zu legen und das Wasser so zu führen, dass jedes Pflänz­lein gedeihe. Gemeinsam legten sie Obst- und Gemü­se­gärten an, deren Fülle den Hof ernährte.

In jenen Tagen aber erreichte auch ein fremder Mann die Burg Bentheim: der Alche­mist Elrik Corne­lius Magnus. Der Graf hatte ihn berufen, ein Elixier zu schaffen, das die Lebens­geister stärken und den Körper kräf­tigen sollte.

Auf Geheiß des Grafen legten Konrad Ott und sein Lehr­ling für den Alche­misten ein Beet an, welches allein den Kräu­tern der Heil­kunst geweiht war.

Der Alche­mist erkannte bald das Inter­esse des jungen Gärt­ners an den Kräften der Pflanzen. Und so weihte er Taro in sein geheimes Wissen ein: Er lehrte ihn, die symbo­li­sche Sprache der Kräuter zu verstehen und zu erkennen, zu welchen Mond­phasen man ernten müsse, damit ihre Kraft sich voll entfalte.

So wuchs in Taro eine tiefe Achtung vor den Kräu­tern. Doch da sie rasch welkten, suchte er eines Tages nach einem Weg, ihre Heil­kraft auch über den Winter hinweg zu bewahren. Da erin­nerte er sich an die Fläsch­chen des Alche­misten, in denen dieser sein starkes Destillat – das Wasser des Lebens – aufbe­wahrte, dem man nach­sagte, es könne das Leben verlän­gern. Heim­lich füllte Taro ein wenig davon in ein Glas und legte seine Kräuter hinein, in der Hoff­nung, ihre Kraft darin zu konser­vieren.

Nach einigen Tagen öffnete er die Flasche – und ein lieb­li­cher Duft erfüllte die Luft. Aus Neugier kostete er einen Tropfen, und zu seiner Verwun­de­rung schmeckte der Trank nicht mehr herb wie das ursprüng­liche Elixier, sondern mild und warm.

So entdeckte Taro einen Trunk, in dem die Kraft der Kräuter fort­lebte und der im Winter ein wenig Wärme bei Arbeiten im Freien schenkt.

Inspi­riert von dieser Sage haben wir einen Burg-Kräu­ter­trunk entwi­ckelt, voll würziger Kräuter und aroma­ti­scher Wärme.

Rezept

Zutaten

5 cl Kräu­ter­likör
15 cl Natur­trüber Apfel­saft
Zimt­stange
Optional: Sprüh­sahne, Gewürz (Pumpkin Spice oder Zimt)

Zube­rei­tung

Zuerst den Apfel­saft und eine Zimt­stange erhitzen.
Anschlie­ßend nur den Apfel­saft in eine Tasse füllen, den Kräu­ter­likör zugeben und umrühren.
Nun kann der Drink mit Sprüh­sahne und Pumpkin Spice Gewürz oder Zimt garniert werden.