Burg Bentheim

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Die Burg Bentheim
Jacob Isaackszoon van Ruisdael

Meisterwerk aus dem goldenen Zeitalter

Jacob Isaacks­zoon van Ruis­dael wurde 1628 im nieder­län­di­schen Haarlem geboren und starb 1682 in Amsterdam. Er war ein erfolg­rei­cher nieder­län­di­scher Land­schafts­maler und weit gereister Künstler. Um 1650 hat er auch die Graf­schaft Bentheim bereist. In den folgenden Jahren malte er in seinem heimi­schen Atelier mehrere Ansichten von Burg Bentheim: detail­ge­treu und doch mit Elementen aus Skizzen von anderen Reisen verfremdet. So gleicht keines seiner Gemälde dem anderen, selbst wenn es dasselbe Motiv darstellt.

Das von etwa 1655 stam­mende Burg-Gemälde Ruis­daels, das in Burg Bentheim zu sehen ist, wurde erst 1988 wieder­ent­deckt. Bis dahin galt es als verschollen. Der Land­kreis erstei­gerte es während einer Auktion und stellte es 23 Jahre lang im Kloster Frens­wegen in Nord­horn aus. Erst 2012 kam es im Rahmen der Kunst­ak­tion „raum­sichten“ an den Ort, den es zum Motiv hat: Burg Bentheim. Das Bild ist Eigentum der Nieder­säch­si­schen Spar­kas­sen­stif­tung.

Weitere seiner Gemälde von Burg Bentheim sind unter anderem im Reichs­mu­seum Amsterdam und in der Natio­nal­ga­lerie Dublin ausge­stellt.

Jacob van Ruis­dael,
nieder­län­di­scher Maler
etwa 1655
Öl auf Lein­wand

Das Leben von Jacon Isaackszoon van Ruisdael

Jacob Isaacks­zoon Ruis­dael wurde in eine künst­le­risch geprägte Familie von Hand­wer­kern und Malern hinein­ge­boren. Vermut­lich erhielt er seine Ausbil­dung in der Malerei von seinem Vater und seinem Onkel Salomon.

Zwischen 1642 und 1645 absol­vierte er eine Lehre, bevor er von 1646 bis 1648 als „vrije Gast“, also als Geselle, tätig war. 1648 wurde er dann als Meister an der Haar­lemer Lukas­gilde ange­nommen – einer Künst­ler­ver­ei­ni­gung, die Maler, Bild­hauer und andere Kunst­hand­werker vereinte und dabei half, lokale Künstler zu fördern, wirt­schaft­liche Sicher­heit zu bieten und den Zugang zu Werk­stätten sowie zum öffent­li­chen Kunst­markt zu ermög­li­chen.

In den Jahren 1656/57 zog er nach Amsterdam, wo er 1659 das Bürger­recht der Stadt erwarb.

Bei einer Verstei­ge­rung im Jahr 1664 erzielte eines seiner groß­for­ma­tigen Land­schafts­ge­mälde mit 60 Gulden den höchsten Preis der Auktion – ein eindrucks­voller Beleg für die heraus­ra­gende künst­le­ri­sche Qualität seiner Werke.

Jacob Isaacks­zoon van Ruis­dael wurde am 14. März 1682 in seiner Geburts­stadt Haarlem in der Grote Kerk beigesetzt.

* 1628
1642 bis 1645
1646 bis 1648
ab 1648
† 1682